Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Verantwortliche:
Cornelia Liebold, Sozialmanagerin M. A.

Büro: Rhönstraße 4, 97702 Großwenkheim

Telefon: 09766-9400327
Email: cornelia.liebold@netzwerkev.org



Mit dem großen Zustrom unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge nach Deutschland im Jahr 2015 hat auch der Verein "Netzwerk für soziale Dienste" neue Aufgabenbereiche im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung übernommen. Dazu gehört neben der Eröffnung der Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auch die Übernahme von Vormundschaften nach § 42 SGB VIII. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bis 18 Jahren erhalten im Rahmen der Inobhutnahme durch ein Jugendamt einen Vormund als rechtlichen Beistand. Neben den beim Jugendamt tätigen Amtsvormündern und der Möglichkeit der Bestellung von Einzelvormündern können die Familiengerichte auch speziell für die Vormundtätigkeit zugelassene Vereine als Vormund bestellen.

Ein Vormund ist die rechtliche Interessensvertretung des Kindes bzw. Jugendlichen und ist für die Sicherstellung von Entscheidungen zum Wohle des Kindes bzw. Jugendlichen verantwortlich. Diese Unterstützung ist gerade für Jugendliche ohne deutsche Sprachkenntnisse und aus fremden Kulturkreisen von besonderer Bedeutnung. Zu den Aufgaben eines Vormundes gehören u.a. die Ausübung der Personen- und Vermögenssorge, die Gesundheitsvorsorge, die Mitwirkung im Hilfeplanverfahren des Jugendamtes inkl. der Beantragung von Hilfen zur Erziehung im Rahmen des § 27 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz) und die Vertretung des Jugendlichen gegenüber Behörden gerade im Hinblick auf ausländer- und asylrechtliche Belange. Der Vormund ist Mittler und Bindeglied zwischen dem Mündel und den verschiedenen Institutionen und Organisationen wie Schulen und Ausbildungsbetrieben, wichtigen Ämtern und Behörden und der Jugendhilfeeinrichtung, die für den jungen Menschen Betreuungsleistungen erbringt. Der Vormund bemüht sich ebenfalls um die Suche nach Familienangehörigen und die mögliche Familienzusammenführung mit nach Deutschland geflüchteten Angehörigen. Gemeinsam mit den Betreuern der Jugendhilfeeinrichtung und dem Jugendamt bemüht sich der Vormund um die Entwicklung und Umsetzung von schulischen und beruflichen Perspektiven, die Förderung des Integrationsprozesses und eine zielgerichtete Verselbstständigung.

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